FHIR-Schnittstellen für einen standardisierten Datenaustausch
IFU-KIS unterstützt FHIR als standardisierte Grundlage für den digitalen Informationsaustausch im Gesundheitswesen. Damit lassen sich strukturierte medizinische Daten in abgestimmten Anwendungen und Projekten eindeutig, nachvollziehbar und systemübergreifend verarbeiten.
Standardisierte Grundlage
Ein gemeinsames Datenmodell für vernetzte Versorgung
FHIR steht für Fast Healthcare Interoperability Resources und ist ein internationaler Standard von HL7 für den elektronischen Austausch von Gesundheitsinformationen. Medizinische und administrative Inhalte werden dabei in klar definierten, wiederverwendbaren Ressourcen strukturiert.
Für konkrete Anwendungen werden diese Grundlagen durch Profile, Erweiterungen und Implementation Guides präzisiert. Im deutschen Gesundheitswesen entstehen solche Festlegungen unter anderem im Umfeld von KBV, mio42 und gematik. Dadurch können unterschiedliche Systeme dieselben Inhalte nach gemeinsam vereinbarten Regeln verarbeiten.
IFU-KIS setzt diese anwendungsspezifischen FHIR-Vorgaben dort um, wo sie für die jeweilige Funktion, Schnittstelle und Projektkonfiguration erforderlich sind.
Anwendungen in IFU-KIS
FHIR als technische Basis für digitale Versorgungsprozesse
IFU-KIS nutzt FHIR-basierte Strukturen für verschiedene Anwendungen der digitalen Gesundheitsversorgung. Entscheidend ist dabei nicht nur das Datenformat, sondern die korrekte Umsetzung der jeweils geltenden Profile, Pflichtfelder, Terminologien und Prozessvorgaben.
Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach der eingesetzten IFU-KIS-Version, den freigeschalteten Modulen sowie der abgestimmten Projekt- und Systemkonfiguration.
Elektronische Arbeitsunfähigkeit
Unterstützung der für die eAU benötigten strukturierten Daten und anwendungsspezifischen Vorgaben innerhalb des vorgesehenen digitalen Prozesses.
Elektronische Verordnungen
Verarbeitung standardisierter Verordnungsdaten und Einbindung der vorgesehenen FHIR-Profile in den E-Rezept-Prozess.
Elektronische Patientenakte
FHIR-basierter Austausch strukturierter Informationen im Rahmen der unterstützten ePA-Funktionen und der jeweils abgestimmten Projektkonfiguration.
Medizinische Informationsobjekte
Verarbeitung standardisierter medizinischer Informationsobjekte, beispielsweise für medikationsbezogene Inhalte und den digital gestützten Medikationsprozess.
Umsetzung und Weiterentwicklung
Profile und Vorgaben werden anwendungsbezogen umgesetzt
FHIR ist kein einzelnes, unveränderliches Austauschformat. Für jede Anwendung legen verbindliche Profile und Implementation Guides fest, welche Ressourcen, Felder, Codes und Abläufe verwendet werden müssen.
IFU prüft deshalb bei einer Anbindung den konkreten Anwendungsfall, die erforderliche Spezifikationsversion, das Partnersystem sowie die benötigten Lese-, Schreib- und Verarbeitungsfunktionen.
Aktualisierungen der zuständigen Organisationen werden im Rahmen der Produktpflege bewertet und entsprechend der eingesetzten IFU-KIS-Version und Projektanforderungen berücksichtigt.
Offizielle Informationen
Weiterführende Erläuterungen von KBV und gematik
Die folgenden Seiten erläutern die genannten Standards und Anwendungen aus fachlicher beziehungsweise anwenderorientierter Sicht. Verbindlich für eine technische Umsetzung sind immer die jeweils gültigen Spezifikationen und Implementation Guides.
FHIR-Projekt abstimmen
Welche FHIR-Anwendung soll angebunden werden?
Gemeinsam klären wir den benötigten Anwendungsfall, die verbindlichen Profile, das beteiligte Partnersystem und den erforderlichen Funktionsumfang in IFU-KIS.